Kopfläuse - die Fakten

Behandlung von Kopfläusen

„Wie wird man Nissen am besten los?“
„Was ist das beste Mittel gegen Kopfläuse?“
„Was hilft schnell gegen Kopfläuse?“

Hier finden Sie die Antworten der Kopflausspezialisten der niederländischen Läuseklinik:

Der Grund, warum die Behandlung oft fehlschlägt, liegt darin, dass ein Läusebefall im Durchschnitt hundertmal so viele Nissen wie Läuse enthält und diese Nissen so schwierig zu beseitigen sind.
Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass Läusemittel die Nissen häufig nicht effektiv töten und herkömmliche Nissenkämme diese nicht effektiv entfernen.
Für Behandlungen zu Hause gibt es leider keine einfache, schnelle Lösung.

Nur mit einem professionellen medizinischen Gerät (Airallé) ist es möglich, garantiert alle Nissen auf einmal zu töten.
Es gibt auch einen professionellen Nissenkamm (Licemeister), der die Nissen äußerst effektiv auskämmt.

Was funktioniert und was nicht, und wie es doch möglich ist, jeden Kopflausbefall sicher zu Hause zu beseitigen, lesen Sie unten.

Behandlungsmethoden
Es gibt drei Möglichkeiten, Kopfläuse zu behandeln:

- Entfernen mit einem Nissenkamm 
- Töten mit einem Läusemittel
- Professionelle klinische Behandlung

Entfernen mit einem Nissenkamm
Wie das RIVM (niederländische Landesanstalt für Volksgesundheit und Umwelt) mit seiner Kampagne „Luis in je haar? Kammen maar!“ („Laus im Haar? Kämmen!“) andeutet, ist es effektiver, die Haare zu kämmen, als ein Läusemittel zu verwenden.
Aber auch das Kämmen mit einem herkömmlichen Nissenkamm ist nur in 38 % bis 57 %  der Fälle erfolgreich.
(wissenschaftliche Studie mit 5 verschiedenen Nissenkämmen:
38 % Quelle - 57 % Quelle)

Dies liegt daran, dass Nissen und Nymphen oft durch die Kammzinken schlüpfen und Läuse vor dem Nissenkamm fliehen.

Es ist daher wichtig, einen Nissenkamm mit Metallzinken zu verwenden.
Aber auch Metallzinken können durch die Haare auseinandergedrückt werden, sodass die Nissen noch hindurchschlüpfen.

Beim Nissenkamm „Licemeister“, der von vielen Kopflausspezialisten verwendet wird, sind die Kammzinken mit einer einzigartigen Versiegelungstechnik fest umschlossen und tief in den Griff gedrückt. Hierdurch wird verhindert, dass die Kammzinken auseinander gedrückt werden, und die Nissen werden zuverlässig auskämmt.

Informationen und Anweisungen für eine effektive Kämmmethode, die den gesamten Kopflauszyklus in nur 4 bis 7 Kämmbehandlungen beendet, finden Sie hier: „Professionelle Kämmethode“

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Läusemittel
Es gibt kommerzielle Mittel und Hausmittel.
Sofern sich keine Resistenz entwickelt hat, sind alle Läusemittel im Allgemeinen gegen Läuse wirksam, aber unabhängig von der Marke oder Art haben sie eine geringere Wirkung gegen Nissen (Läuse-Eier).

Läusemittel können generell in drei Gruppen eingeteilt werden:

  • Mittel mit Pestiziden als Wirkstoff
  • Dimeticon-Präparate
  • Hausmittel

Pestizide wie Permethrin werden immer weniger wirksam. Läuse sind zunehmend resistent gegen diese Wirkstoffe. Permethrin ist ein Neurotoxin. Ob dieser Stoff gesundheitlich unbedenklich ist, ist umstritten.

Dimethicon ist ein chemisches Silikonöl, das die Atemlöcher der Läuse verschließt und dazu führt, dass sie ersticken. Es wirkt zuverlässig gegen Läuse, und es gibt kein bekanntes Gesundheitsrisiko.
Wir haben jedoch bereits von Tausenden Dimeticon-Anwendern gehört, dass das Mittel nicht ausreichend gegen Nissen hilft.
Das Mittel schließt auch die Kopfhaut und Haare ab, was möglicherweise zu trockener Haut, Schuppen und Juckreiz führt.

Hausmittel werden oft verwendet, weil jemand zufällig Erfolg mit ihnen hatte. Da es sich meistens um natürliche, kostengünstige, nicht kommerzielle Produkte handelt, werden die Empfehlungen gerne übernommen.
Essig, grüne Seife, Mayonnaise, Eukalyptusöl, Teebaumöl, Rosmarinöl, Babyhaarlotion, Haarfärbemittel, Alkohol und selbst gefährliche Stoffe wie Erdöl, Terpentin oder sogar Flohmittel für Tiere werden genannt!

Leider müssen wir diese Mythen widerlegen.
Alle dieses Hausmittel wirken nur (bis zu einem gewissen Grad) gegen Läuse, aber kaum, wenn überhaupt, gegen die Eier.
Die Läuse sind die Spitze des Eisbergs, die Eier bilden den größten Teil des Eisbergs, der unter der Wasseroberfläche unsichtbar ist.
Es ist auch nicht wahr, dass ein Naturheilmittel keine Nebenwirkungen haben kann. Sogar ein ätherisches Öl wie Teebaumöl kann unter Umständen hormonelle Nebenwirkungen haben.

Warum hatten andere Menschen Erfolg mit Läusemitteln und ich nicht?
Weil jeder Befall anders ist.
Jemand mit nur 40 Nissen hat eine höhere Erfolgschance als jemand mit 40.000 Nissen.
Ein Befall in kurzen oder dünnen Haaren entwickelt sich langsamer, da die Luftfeuchtigkeit und Temperatur bei solchen Haaren zu niedrig für eine schnelle Entwicklung der Nissen ist.
Jemand, der keinen Juckreiz verspürt, wird erst dann feststellen, dass er Kopfläuse hat, wenn es bereits Tausende Nissen gibt.
Ein Junge mit Bürstenhaarschnitt, der seit 3 Tagen infiziert ist, wird mit einem Läusemittel beispielsweise erfolgreicher sein als ein Mädchen mit dicken Haaren, das bereits seit 6 Wochen infiziert ist.

Sind Läusemittel die Ursache für chronische/langfristige Infektionen?
(Kommerzielle) Läusemittel sind mit Abstand die gängigste Behandlungsmethode.
Da Läusemittel jedoch versprechen, die Nissen abzutöten, was den Eindruck erwecken kann, garantiert "alle" Nissen zu töten, erkennen viele Menschen nicht, dass der Befall nicht behoben wurde, wenn in Wirklichkeit nur ein Teil abgetötet wird.

In unseren Läusekliniken in den Niederlanden hören wir ständig von Menschen, dass sie nicht oder nicht lange genug gekämmt haben, weil sie fälschlicherweise dachten, dass eine Behandlung mit dem Läusemittel ausreichen würde.
In vielen Fällen werden dann diverse Mittel ausprobiert, die alle zu demselben Ergebnis führen, nämlich zu einer nur teilweisen Beseitigung des Befalls.
Dies führt zu (sehr) langfristigen Infektionen mit so vielen Nissen, dass letztendlich nur noch eine professionelle Behandlung Abhilfe schaffen kann.
Personen mit Langzeitinfektionen stecken meistens auch andere Personen an, sodass auch die Wahrscheinlichkeit einer Rekontamination erheblich ist.

Professionelle klinische Behandlung 
Seit 2009 existieren die AirAllé-Geräte, mit denen in professionellen Kliniken Läuse und Nissen durch Dehydratisierung garantiert getötet werden. Diese medizinischen Geräte behandeln die befallenen Haare und Kopfhaut und stellen sicher, dass die Embryonen in den Eiern sowie die Läuse vollständig ausgetrocknet werden.
Die führenden „Lice Clinics of America“ sowie die „Luizenkliniek“ in den Niederlanden verwenden ausschließlich diese Geräte. Zertifizierte Kopflausspezialisten beseitigen Infektionen innerhalb von 90 Minuten, unabhängig vom Grad oder der Dauer des Befalls.
Da es eine mechanische Behandlung ist, werden keinerlei Giftstoffe wie Pestizide verwendet. Die Behandlung ist sicher und es kann keine Resistenz entstehen.
„Professionelle klinische AirAllé Behandlung“ (niederländische Website)

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ACHTUNG: Mit einem Fön ist es nicht möglich, Nissen effektiv und sicher auszutrocknen!
Ein Fön wird zum Trocknen von Haaren hergestellt. Nissen hingegen befinden sich in der Nähe der Haut. Um eine Nisse durch Austrocknung zu töten, muss sie 30 Sekunden lang einer bestimmten Temperatur ausgesetzt werden, und die Luft darf nicht durch Haare blockiert werden. Dies ist nur mit den patentierten AirAllé-Geräten möglich.

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Läuse, Nymphen & Nissen

Was ist eine Kopflaus?
Eine Kopflaus ist ein Parasit, der ausschließlich vom Menschen lebt. Eine Kopflaus kann bei einem Tier nicht überleben, daher können Sie durch Kontakt mit Tieren keine Kopfläuse bekommen oder übertragen.
Eine erwachsene Laus hat etwa die Größe eines Sesamkorns und eine braungraue Farbe.
Läuse haben einen flachen Körper mit 6 Beinen und 2 Fühlern. Läuse atmen durch kleine Atemöffnungen, die sich an den Seiten des Körpers befinden. Sie können diese schließen, um den Atem bis zu 8 Stunden anzuhalten. Eine Kopflaus trinkt durchschnittlich fünfmal täglich Blut von ihrem Wirt.
Läuse können nur in Haaren klettern, aber nicht frei laufen, fliegen oder springen.

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Was ist eine Nymphe?
Die jungen Läuse, die gerade aus dem Ei geschlüpft sind, werden Nymphen genannt. Sie sind anfangs so klein wie eine Nisse; mit dem bloßen Auge ähneln sie einem sich bewegenden Staubkorn.

Läuse haben ein Exoskelett (äußeres Skelett), genau wie eine Krabbe oder ein Hummer. Das harte Äußere und das wachsende Innere sorgen dafür, dass die Nymphe sich dreimal häutet, bevor sie das Erwachsenenalter erreicht. Wenn eine Nymphe sich kürzlich gehäutet hat, ist sie fast durchsichtig. Dadurch färbt sie sich rot, wenn sie Blut gesaugt hat.

Nymphen liegen normalerweise flach auf der Kopfhaut. Beim Kämmen werden Nymphen daher häufig verpasst, weil sie durch die sich verjüngenden Spitzen der Kammzinken rutschen.
Dieses Problem kann durch das Kämmen mit der speziell entwickelten „Kämmcreme“ gelöst werden. Hierin bleiben die Nymphen kleben; sie werden dann mit der Creme ausgekämmt.

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Was ist eine Nisse?
Die Eier von Kopfläusen werden Nissen genannt. Eine weibliche Kopflaus kann in nur zwei Wochen zwischen 100-150 Eier legen.
Nicht alle Nissen überleben, aber da Läuse viele Eier legen, überleben immer genug, um ihren Fortbestand sicherzustellen
Nissen kleben sehr nahe an der Kopfhaut am Haar und können monatelang haften bleiben, selbst wenn der Embryo bereits geschlüpft oder im Ei gestorben ist.

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Braune und weiße Nissen? Schmutz und Schuppen?
Eine Nisse ist ein transparentes Ei, das eine „ungeborene“ Laus enthält. Der Embryo hat eine braune Farbe, wodurch die Nisse braun aussieht.

Nach 7 bis 10 Tagen schlüpft die Nymphe aus dem Ei. Die leere transparente Hülle, die zurückbleibt, sieht vor dem farbigen Hintergrund der Haare weiß aus.
Weiße Nissen sind also leere Eier; braune Nissen sind Eier mit einem (möglicherweise lebenden) Embryo darin.

Schmutz wird oft mit lebenden Nissen verwechselt.
Schmutz befindet sich lose im Haar, braune Nissen dagegen sind am Haar befestigt. Und zwar so stark, dass Sie Ihre Nägel brauchen, um sie herauszuziehen.

Schuppen werden oft mit leeren Nissen verwechselt. 
Trockene Schuppen sind lose, weiße Nissen sind am Haar befestigt.
Menschen mit Schuppen und einer fettigen Kopfhaut haben oft eine Schuppenart, die durch den Talg in Kugeln am Haar haftet und dadurch wie weiße Nissen aussieht.
Es gibt sogar eine Schuppenart, die wie ein Zylinder um den Haarschaft befestigt ist. Da diese Schuppen weißen Nissen sehr ähneln, werden sie auch als Pseudo-Nissen bezeichnet (siehe Foto 4 unten).

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Wie kann ich feststellen, ob eine Nisse noch lebensfähig ist?
Eine Nisse kann lebensfähig sein, wenn sie alle drei folgenden Kriterien erfüllt:

1) Die Nisse hat eine hellbraune bis dunkelbraune Farbe
2) Die Nisse ist maximal 1 cm von der Kopfhaut entfernt
3) Die Nisse ist fest mit dem Haar verbunden

Eine weiße Nisse ist leer!
Eine halb gefüllte oder verschrumpelte Nisse ist tot!
Eine Nisse, die mehr als 1 cm von der Kopfhaut entfernt ist, ist tot!

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Juckreiz

Kopfläuse verursachen Juckreiz. Oder etwa nicht?

Was verursacht den Juckreiz bei einem Kopflausbefall?
Wenn eine Kopflaus Blut saugt, spritzt sie einen Teil ihres Speichels in die Wunde, wodurch das Blut weniger schnell gerinnt.
Dieser Speichel verursacht den Juckreiz, vorausgesetzt dass jemand dagegen allergisch ist. Rund 53 % der Menschen sind nicht allergisch gegen den Speichel der Läuse und verspüren keinen Juckreiz, selbst wenn sie Hunderte oder Tausende von Läusen haben.
Das Krabbeln der Läuse auf dem Kopf wird durch Menschen nicht wahrgenommen und ist nicht die Ursache des Juckreizes.

Der Juckreiz ähnelt dem Gefühl, wenn ein Insekt über die Haut läuft, und so kann jemand fälschlicherweise davon überzeugt sein, dass er (immer noch) Läuse hat.
Durch die Kontrolle mit dem professionellen „Kopflaus-Kit“, um sicherzugehen, dass es keine Läuse (mehr) gibt, sowie die Behandlung mit der juckreizlindernden Kopfhautpflege „Scalp Care“ werden diese Symptome in den meisten Fällen behoben. Beide Produkte sind bei der Läuseklinik Webshop erhältlich.
Wenn der Juckreiz danach immer noch anhält und jemand sich nicht überzeugen lässt, dass er läusefrei ist, kann es sich nur um psychischen Juckreiz oder das Ekbom-Syndrom handeln.

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Bedeutet Juckreiz, dass ich Kopfläuse habe?
Nein. Juckreiz kann viele Ursachen haben. Wetterveränderungen, psychischer Juckreiz, trockene Kopfhaut, Haarpflegeprodukte und sogar Läusemittel können Juckreiz verursachen, da sie nicht immer mild für die Kopfhaut sind.
Darüber hinaus gibt es eine Inkubationszeit für den Juckreiz. Er fängt durchschnittlich zwei Wochen nach dem Beginn der Infektion an und kann bis zu zwei Wochen nach der Beseitigung des Befalls anhalten.

Habe ich einen sich selbst verstärkenden Juckreiz?
Viele Menschen, die einem langfristigen Kopflausbefall hatten, oder die diesen als traumatisch erfahren haben, leiden unter chronischem Juckreiz, der auch nach der Beseitigung des Läusebefalls noch anhält.
Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass das Gehirn in diesen Fällen mehr Juckreizsignale abgibt.
Jede kleine Stimulation kann ein juckendes Signal verursachen, das (un)bewusst mit Kopfläusen assoziiert wird, wodurch ein Teufelskreis entsteht. Dies ist sogar möglich, wenn nicht einmal eine Stimulation vorliegt.

Wenn Menschen mit langanhaltenden Juckreizbeschwerden davon überzeugt sind, dass diese durch Läuse (oder andere Parasiten) verursacht werden, während sie gar keine Läuse haben, wird dies auch als Ekbom-Syndrom bezeichnet.

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Übertragung

Wie bekommt man Kopfläuse?

Wie verbreiten sich Kopfläuse?
Dies erfolgt ausschließlich durch Kopf-zu-Kopf-Kontakt.
Läusebeine sind zum Klettern, aber nicht zum Laufen geeignet. Läuse klettern von Haar zu Haar und lassen diese nie los. Läuse breiten sich also nicht über Gegenstände aus, es sei denn, diese Gegenstände enthalten Haare, wie z. B. Haarbürsten oder Haargummis.

Kopfläuse sind genetisch so programmiert, dass sie sich ausbreiten.
Wenn sie die Chance bekommen, zu einem neuen Wirt zu wechseln, werden sie diese ergreifen.
Eine erwachsene weibliche Laus braucht nur einmal zu paaren.
Sie speichert das Sperma in ihrem Körper und kann Tag für Tag Eier legen. Insbesondere befruchtete Weibchen sind sehr reisefreudig und suchen einen neuen Wirt.
Ein befruchtetes Weibchen, das in Ihrem Haar landet, reicht aus, um Sie anzustecken.

Grundsätzlich verbreitet sich eine Laus nicht über (Schwimmbad-)Wasser. Eine Laus kann den Atem bis zu 8 Stunden anhalten. Daher braucht sie den Kopf eines Schwimmers, der sich unter Wasser befindet, nicht zu verlassen.
Eine Laus kann nicht (aktiv) schwimmen. In den seltenen Fällen, in denen eine Kopflaus sich vom Haar löst, kann sie sich gut auf der Wasseroberfläche treiben lassen und aufgrund der Strömung im Haar einer anderen Person landen, aber die Wahrscheinlichkeit ist äußerst gering.

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Wie schnell kann eine Ansteckung stattfinden?
Läuse klettern mit sechs Beinen und starken Krallen von Haar zu Haar. Hierbei können sie Geschwindigkeiten von bis zu 30 cm pro Minute erreichen.
Eine kurze Umarmung, ein flüchtiger Kuss auf die Wange, ein Gruppen-Selfie oder ein Blick auf den Bildschirm eines anderen, wobei Haarkontakt besteht, ist daher ausreichend.
Menschen sind sich nicht bewusst, wie oft am Tag ihre Haare die eines anderen unbemerkt berühren.
Wenn auf den Haaren, die mit den Haaren einer anderen Personen in Kontakt kommen, eine Laus sitzt, ist die Ansteckung in Sekundenschnelle erfolgt!

Wer kann Kopfläuse bekommen?
Jeder. Ganz gleich, ob Sie ein Mann, eine Frau, jung oder alt sind.
Läuse mögen eine warme Kopfhaut. Menschen, die viel Wärme ausstrahlen oder viel oder dickes (isolierendes) Haar haben, können anfälliger für Kopfläuse sein.
Männer/Jungen haben seltener Kopfläuse, weil sie normalerweise kurze Haare haben, was die Kopfläuse zu kalt finden. Sie können sie jedoch trotzdem bekommen - selbst bei einem Millimeterhaarschnitt können Kopfläuse sich festhalten und ihre Nissen festkleben.

Mit Afro-Haaren bekommt man doch keine Kopfläuse?
Doch, das ist möglich! Eine Laus braucht nur eine warme Kopfhaut, Blut zum Saugen sowie Haare, in denen sie klettern kann.. Jeder lebende Mensch mit Haaren kann Läuse bekommen.
Die Krallen der Läuse sind zwar an den Haartyp angepasst, in dem sie leben.
Da die Haare von Afrikanern, Asiaten und Europäern unterschiedlich sind, bevorzugen sie tendenziell den Haartyp, an den sie gewöhnt sind.
Aber sobald sie sich in einem anderen Haartyp befinden, passen sie sich recht schnell an und vermehren sich.

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Kann ich mich über Mäntel, Hüte und Kleidung anstecken?
Nein. Eine Kopflaus kann auf normalen Oberflächen oder Textilien nicht gut vorwärtskommen.
Eine Kopflaus benötigt Haare, um sich fortzubewegen.
Darüber hinaus benötigt eine Laus konstante Wärme und Feuchtigkeit, die von der Kopfhaut verdunstet. Sie muss auch fünfmal am Tag Blut saugen können.
Ohne diese drei Faktoren kann eine Kopflaus nicht länger als 48 Stunden überleben, aber vor dieser Zeit ist sie bereits zu geschwächt, um sich zu vermehren.
Läuse halten sich immer gut an den Haaren fest und bewegen sich zu einem anderen Wirt, indem sie von Haar zu Haar klettern, niemals jedoch absichtlich vom Haar über einen Gegenstand zu anderem Haar. Nur geschwächte, alte Läuse könnten den Halt im Haar verlieren, aber sie können keine Infektion verursachen.

Es gibt jedoch drei Gegenstände, die eine Ausnahme von der Regel bilden:

  • Haarbürsten.Beim Bürsten können Haare mit Läusen hängenbleiben. Eine Laus meidet das Licht und kann sich in den kleinen Öffnungen einer normalen Bürste verstecken.
  • Haargummis, es sei denn, sie sind – wie das Invisibobble Haargummi – aus einem Stück Kunststoff gefertigt. Bei anderen Haargummis können Haare mit Läusen herausgezogen werden und darin hängenbleiben.
  • Pelz. Pelz ist nicht nur grausam, sondern besteht auch aus echtem Haar, sodass eine Laus den Pelzkragen mit einem Wirt verwechseln kann. Eine Laus kann sich leicht und schnell in- oder zum nächsten Pelzkragen oder Köpfe bewegen.

Was kann ich tun, um läusefrei zu bleiben?

  • Tragen Sie das Haar hochgesteckt! Offene Haare, lange Pferdeschwänze oder Zöpfe kommen leichter mit den Haaren einer anderen Person in Kontakt, wodurch Läuse hinüberlaufen können. Eine Laus ist sehr flach und kann sich leicht zwischen die gebundenen Haare eines Zopfes oder Pferdeschwanzes drücken.
  • Verwenden Sie Kunststoffbürsten wie den Tangle Teezer und Kunststoffhaargummis wie die Invisibobble Gummis, die aus einem Stück bestehen. Läuse können sich darin nicht verstecken. 
  • Vermeiden Sie echten Pelz! 
  • Wenden Sie jede Woche die Kämmmethode der Läuseklinik an. Wenn Sie jede Woche auf diese Weise kämmen, haben Sie jede Woche die Gewissheit, dass Sie frei von Kopfläusen sind.
    Wenn Sie eine Laus finden, hatte diese höchstens eine Woche Zeit, sich zu vermehren.
    Weil Sie danach schnell handeln können, ist der Befall mit nur einer Kämmsitzung einfach zu beseitigen.
    Je kürzer der Befall dauert und je weniger Menschen in Ihrer Nähe infiziert wurden, desto weniger wahrscheinlich ist es, dass Sie nach der Behandlung wieder durch jemand anders angesteckt werden.

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Lebenszyklus der Kopfläuse

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